No Country for Old Men

Der Film hat über die Jahre eine Flut von Deutungsversuchen ausgelöst. Meine Interpretation, nachdem ich mir den Film nochmal angeschaut habe, wäre, dass es um „toxische Männlichkeit“ geht. Die Männer versuchen alle darüber hinwegzutäuschen, dass sie „kastriert“ sind – außer Anton Chigurh, mehr ein Gespenst als ein Mensch. Wie er sieht der unkastrierte Mann aus: ein Psychopath. Die einzige Person, die von ihm nicht hypnotisiert wirkt, ist Carla Jean. Die Szene zwischen den beiden – fabelhaft! Auch der Sheriff entrinnt schließlich dem maskulinen Wahn, was durch zwei Träume zum Ausdruck kommt, in deren Erzählung die Geschichte gipfelt. Sie haben beide mit einem „mütterlichen“ Vater zu tun.

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