Moderne Sklaverei

Ein Flasche Benzin enthält die Arbeitskraft von 50 Sklaven, die unseren Kleinwagen 120 Minuten schieben. Die Steckdosen in unseren Wohnungen liefern die Arbeitsleistung von ca. 30 Sklaven. Waschmaschine, Öfen, Mikrowelle, Boiler, Eisschrank, Geschirrspüler verrichten einst von Sklaven geleistete Arbeit, wobei sie ca. 25mal soviel Energie verbrauchen. Ein heutiger Bauer mit all seinem Gerät verfügt über die Arbeitskraft von 6.000 Landarbeitern.


Auch wenn wir meinen, dass wir unseren Lebenstanddard menschlichem Erfindungsreichtum und harter Arbeit verdanken, verdankt er sich doch hauptsächlich billig zur Verfügung stehender Energie. Auch unsere Vorfahren waren nicht auf den Kopf gefallen und oft fleißiger als wir. Wir sind uns in der Regel nur nicht im klaren, wie außergewöhnlich unsere Lage ist. Wir haben einen Sechser im Lotto kassiert und schmelzen den Gewinn gerade ab. Unser gesamter Lebensstandard ist subventioniert – durch endliche, während Jahrmillionen aufgebaute Ernergievorräte aus der Vergangenheit.


Ohne Erdöl würde sich unsere globale Zivilistion in Nichts auflösen, über 60% der Weltbevölkerung wäre die Lebensgrundlage entzogen, denn mehr als 2 Milliarden könnte der Erdboden weltweit ohne Chemie nicht ernähren. Alle nach 1940 geborenen Menschen verdanken ihr Dasein dem Haber-Bosch-Verfahren zur Herstellung von Kunstdünger aus Kohle, Gas usf. infolge einer nicht aufrecht zu erhaltenden „grünen Revolution“.

Demnach bestünde die Emanzipation des modernen Menschen weniger in der Freiwerdung unterdrückten Kräfte, sondern darin, endlich selber Sklaven zu bekommen.

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