Rassismus

Die Menschen sind so unterschiedlich wie die Sprachen. Je mehr einer spricht, desto vielfältiger wird seine Person. Wobei ich im Falle von Leute, die sehr viele Sprachen beherrschen, eine bestimmte Entschlusslosigkeit festgestellt habe. Das Sprechen von mehr als einer Sprache gleicht dem Verkehr mit mehr als einem Lebenspartner, fördert Untreue. Die Behauptung, alle Menschen seinen gleich, meint in der Regel, dass sie alle wie man selbst seien. Das stimmt und stimmt wieder auch nicht. Jeder Mensch, jede Gruppe, jede Volksgemeinschaft ist auch etwas besonderes. In der Forderung, alle Menschen hätten gleich zu sein, steckt immer die Zumutung, sich einer tonangebenden Mehrheit anzupassen. Wie in der Forderung nach weiblicher Gleichberechtigung, dass Frauen sich wie Männer am Arbeitsmarkt ausbeuten lassen sollen. Wenn Du in Rom bist, mach’s wie die Römer, scheint mir da die menschlichste Antwort: die Unterschiede nicht verleugnen, sondern sich je der Umgebung anpassen, welche sie bedingt.

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