Der unmögliche Wunsch

DIE SEHNSUCHT IST ÜBERWÄLTIGEND, die mir aus den meisten Beiträgen von FB-Freunden entgegenschlägt. Signalisieren hauptsächlich Unzufriedenheit mit der Welt – selbige befinde sich „immer noch nicht“ in dem Zustand, den sie haben sollte. Der Ton der Klagen nährt mein Vermuten, dass jene, die sie ausstoßen, mit nichts zufrieden wären, das diese Welt zu liefern hätte. Ihre Sehnsucht ist unendlich. Meine zumindest. Das ist entweder unvernünftig (fun resistant), oder dies Sehnen geht auf etwas echt Unendliches – also Unerreichbares. Wie könnte man es trotzdem zum Teil seines Lebens machen in einer Weise, welche das Zehren stillt? In anzunehmenden Gegenständen oder Verhältnissen dieser Welt kann man’s ja nimmer finden. Müssen wir ihm daher eine unerklärliche Stelle in unserem Herzen einräumen (Mönchsgeheimnis) – durch Verehrung etwa und Opfer jeder Selbstsicherheit erreichbarer Dinge?

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