Alexandria Quartett

The sea is high again today, with a thrilling flush of wind. In the midst of winter you can feel the inventions of spring. A sky of hot nude pearl until midday, crickets in sheltered places, and now the wind unpacking the great planes, ransacking the great planes….

I have escaped to this island with a few books and the child – Melissa’s child. I do not know why I use the word ‘escape’. The villagers say jokingly that only a sick man would choose such a remote place to rebuild. Well, then, I have come here to heal myself, if you like to put it that way…. At night when the wind roars and the child sleeps quietly in its wooden cot by the echoing chimney-piece I light a lamp and walk about, thinking of my friends – of Justine and Nessim, of Melissa and Balthazar. I return link by link along the iron chains of memory to the city which we inhabited so briefly together: the city which used us as its flora – precipitated in us conflicts which were hers and which we mistook for our own: beloved Alexandria!

Durrell JUSTINE

Heute ist wieder hohe See mit einer erregenden Brise. Mitten im Winter spürt man die Schöpferkraft des Frühlings. Ein heißer, nackter, perlweißer Himmel bis Mittag, Grillen an verborgenen Plätzen; und jetzt der Wind, der die großen Platanen entblößt, der die großen Platanen plündert…

Ich bin auf diese Insel entkommen mit ein paar Büchern und dem Kind – Melissas Kind. Ich weiß nicht, warum ich das Wort „entkommen“ wähle. Die Leute im Dorf sagen im Scherz, nur ein sehr Kranker könne auf den Gedanken verfallen, sich an einem so entlegenen Ort erholen zu wollen. Gut denn, wenn man so will, ich bin hier, um Heilung zu finden…

Nachts, wenn der Wind tost und das Kind ruhig in seiner kleinen hölzernen Wiege am heulenden Kamin schläft, zünde ich eine Lampe an und wandere umher und denke an meine Freunde – an Justine und Nessim, an Melissa und Balthasar. Glied um Glied taste ich mich an der eisernen Kette der Erinnerung zurück in die Stadt, in der wir nur so kurze Zeit gemeinsam wohnten: in jene Stadt, die mit uns verfuhr wie mit ihrer Flora – die uns in Konflikte stürzte, welche die ihren waren und welche wir irrtümlich für die unseren hielten: geliebtes Alexandria!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.