Handlungen deuten Ideen.

Daher ist Dichtung {Spielfilm} etwas Philosophischeres und Ernsthafteres als Geschichtsschreibung {Dokumentarfilm}; denn die Dichtung teilt mehr das Allgemeine, die Geschichtsschreibung hingegen das Besondere mit. Das Allgemeine besteht darin, dass ein Mensch von bestimmter Beschaffenheit nach der Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit bestimmte Dinge sagt oder tut – eben hierauf zielt die Dichtung, obwohl sie den Personen Eigennamen {statt Kennzeichnungen wie z. B. „Held“, „Freund“, „Widersacher“ …} gibt. S. 29-31

 

Fiktionale Geschichten sind holzschnittartiger als wirkliche, da sie nur eine Möglichkeit verdeutlichen.

 

Die {fiktionalen} Stoffe … soll man … zunächst im Allgemeinen skizzieren und dann erst szenisch ausarbeiten und zur vollen Länge entwickeln. S. 55

 

Das Wesentliche einer Fiktion tritt nicht in der Ausarbeitung, sondern ihrem Entwurf hervor.

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