Der sittlich mittlere Charakter

Eine Person hat einen Charakter {Stil}, [indem] … ihre Worte oder Handlungen bestimmte Neigungen erkennen lassen; ihr Charakter {Vormarsch} ist tüchtig {anständig}, wenn ihre Neigungen {Ansinnen} tüchtig sind. S. 47

 

Im Trachten eines Charakters liegt sein Wesen.

 

So bleibt [als idealer] … Held übrig, … [wer] zwischen den genannten Möglichkeiten steht. Dies ist bei jemandem der Fall, der nicht trotz seiner sittlichen Größe und seines hervorragenden Gerechtigkeitsstrebens, aber auch nicht wegen seiner Schlechtigkeit und Gemeinheit einen Umschlag ins Unglück erlebt, sondern wegen eines Fehlers {einer menschlichen oder intellektuellen Schwäche}. S. 39

 

Der dramatischer Charakter soll nicht ungeachtet seines großen Talentes oder infolge seiner Unfähigkeit untergehen, sondern weil ihm ein tragischer Fehler unterläuft.

 

[Geschichten ahmen] handelnde Menschen {sich kreuzende Willensbahnen} nach. Diese sind notwendigerweise entweder gut oder schlecht. Denn die Charaktere {Gewohnheiten} fallen stets unter diese beiden Kategorien; alle Menschen unterscheiden sich nämlich, was ihren Charakter {Stil} betrifft, durch Schlechtigkeit und Güte. Demzufolge werden {moralisch} Handelnde nachgeahmt, die entweder besser oder schlechter sind, als wir zu sein pflegen, oder auch ebenso wie wir. S. 7

 

Dramatische Charaktere könnten intensiver oder lascher sein als der Zuschauer oder diesem ungefähr gleichen.

 

 

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