Die besten Sex-Szenen . . .

. . . die ich je im Kino gesehen haben, waren von Oshima (Reich der Sinne), später und schon ausgebremster von Andrea Arnold (American Honey, Fish Tank).

Inzwischen gibt es kaum noch Filme ab 18. Sexualität als Thema im anspruchsvollerem Spielfilm ist ganz verdrängt worden von Identität: Selbst-Erforschung und Bewältigung des eigenen ist bedeutender geworden als die des fremden Körpers. Auch die bevorzugten Unterhaltungsgenres Superhelden- und Horrorfilme habe nichts mehr mit Sex am Hut. Netflix bietet blitzblanke Teenager-Romanzen und Preis-Köder wie Roma oder The Ballad of Buster Scruggs, in denen der Sex kurz und diskret ist, gefolgt von einer Tragödie. In La La Land wird kein Kleidungsstück mehr abgelegt. Heiße Sex-Szene gibt es höchstens zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern (Peter Stricklands The Duke of Burgundy, Camille Vidal-Naquets Sauvage oder Campillos 120 Battements par Minute). Kate Winslet wird inzwischen im Bett mit Saoirse Ronan gefilmt, nicht mehr mit Leonardo.

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